Spätbarockes Eckhaus in der Schreyvogelgasse 8
Umbau, Sanierung und Restaurierung eines denkmalgeschützten spätbarocken Eckhauses in Wien.

Laut Dehio handelt es sich beim dem Wohnhaus um ein „bemerkenswertes spätbarockes Eckhaus, 3. Viertel 18. Jahrhundert, mit mehrfach geknickter Fassade als Vermittlung zum Mölker Steig. Rustizierter Sockel mit Rundbogenportal zischen schräg gestellten ionischen Pilastern unter geschwungenen Giebel mit Vasen- und Puttenaufsatz. Additiv gereihte Fenster der beiden Obergeschosse mit geschwungenen Giebelverdachungen und die Achsen zusammenziehenden Parapetfeldern. Vergoldetes Hauszeichen, Auge Gottes. Originaler Dachboden und Keller.“

Im Erdgeschoss und 2. Obergeschoss wurden die zwei bestehenden Wohnungen zu vier kleinen Appartements mit einer Grundfläche von je 32 – 35 m² umgestaltet. Die Wohnungen wurden grundlegend saniert, inkl. neuer Nassräume, Küchen und Heizung. Diese kleinen Appartements sollen temporär vermietet werden. Die Wohnungsteilung erforderte eine grundsätzliche Neuorganisation der Grundrisse. Die Nassräume und die Küchen wurden dabei im hinteren Bereich untergebracht. Die Wohnungen werden teilmöbliert zur Vermietung angeboten, die Einbaumöbel waren dabei Teil der Entwurfsaufgabe.

Das Haus wurde im Zuge der Sanierung mittels Injektionsverfahren im Erdgeschoss trockengelegt. Damit konnte der Bestand des Hauses auf Dauer gesichert werden. Die historischen Innentüren und die Kastenfenstern wurden alle erhalten und fachgerecht saniert. Die Fußbodenbeläge wurden, in Ermangelung historischen Bestandes, neu hergestellt. Dabei wurden im 2. Obergeschoss genagelte Massivholzböden ausgeführt, in den Nassräumen wurden Fliesenböden ausgeführt.
Bei der Fassade und den Kaminköpfen wurden die rezenten Verputze entfernt, die Fassade wurde mit Kalkputz und Kalkfarbe fachgerecht saniert. Das historische Steinportal, die Steinverdachungen und das Auge Gottes wurden vom Restaurator Klaus Wedenig restauriert.

Das Haus hat neben der kunsthistorischen auch eine filmhistorische Bedeutung. Unter dem Steinportal des Wohnhauses wurde eine der Schlüsselszenen des Films „Der dritte Mann“ gedreht.

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